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Vom Allerfeinsten!

13. Juni 2006:
Bis zum bitteren Ende! – Der Festivalbericht


Die zwei Tage sind um, und der Kater hält immer noch an! Die Füße sind Klumpen und eigentlich wäre gerade jetzt ein Urlaub sehr praktisch!

Tag 1:
Los ging der Anfang vom Ende mit einem kleinen kulinarischen Abenteuer! Einer meiner Kumpels brachte Scampi mit! Pünktlich zum Fußballspiel Deutschland – Costa Rica gab es sehr interessante, stachelige, penetrant riechende, nicht sattmachende Meeresfrüchte, die wir nach einigen Schändungen schließlich in der Pfanne brutzelten. Ekelhaft war irgendwie das Eiweiß, dass aus ihnen heraus quoll. Schließlich haben sie nach einigen Schnittwunden und Blähsuren ganz gut geschmeckt. Aber der Panzer ist verdammt scharfkantig!
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Mit halbvollem Magen ging es dann im Auto los. Damit wir auch alle trinken konnten mussten wir das Auto oben abstellen. Im Nachhinein betrachtet war es eine schlechte Idee zu laufen. Nach zehnmal hin und her fahren, weil wir ja so unentschlossen in der Parkplatzwahl waren, ging es dann los die Karte besorgen! Es gab noch genug. Jetzt wissen wir auch warum es Open Air am Berg heißt. Dort ist ein riesiger Schieferscherbenhaufen, der quasi ein Schutzhaufen für den Apollofalter darstellt. Trotzdem kletterten oben drauf Leute herum, die aber dafür einen sehr guten Blick hatten! Ich glaub wir wären spätestens beim Absturz gestorben.
Ja gut wir gingen dann rein, vorbei an vielen zugestaubten Karren, witzigen Leuten und einem Duft von Räucherstäbchen in der Nase! Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon einige Biere intus! Und was macht man als erstes, wenn man ein Gelände betritt? Genau, Bier holen! Bier treibt auch ganz gut, und bei den Klos kann es schon zu sehr bescheuerten Situationen. Da wird man z.B. zur Sau gemacht, wenn man mal ein versifftes Dixie-Klo statt der wundervollen Natur benutzt. Das nächste mal benutzen wir die Natur... Und wischen uns die Hintern mit 4m² großen Tüchern ab, die übrigens sehr geil aussahen, aber ein Student hat nun mal nicht sehr viel Geld. Das trifft auf uns drei allemal zu.
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Schon gut mit Bier dabei fing endlich die erste Band unserer Anwesenheit an! Madsen! Eine deutsche Rockband, die gar nicht mal so schlecht war. Anscheinend sind die sogar relativ bekannt, aber ich kenne nichts von denen, außer vielleicht einem Song! Eine Textpassage von einem mir wieder mal unbekannten Song war wirklich nicht schlecht! „Wir sind in Sicherheit und fühlen uns allein“. Junge, Junge, sehr nachdenklich! Bei einigen Bieren sowieso! Im Großen und Ganzen war die Band ganz gut!
Nach einem weiteren Bier kamen dann Naio Ssaion oder so! Eine Gothic Metal trifft auf Guano Apes Band mit einem total durchgedrehten Geiger, der wie von der Tarantel gebissen irgendwelche halb epileptischen Anfälle vortäuschte, um anschließend sein Instrument zu malträtieren! Die Band war ganz ok, aber nichts außergewöhnliches!

Als wir dann zum Auto zurück stiefelten gönnten wir uns einen weiteren großen Schritt zum Abschuss! Ab dem Zeitpunkt waren wir dann ziemlich blau, so blau, dass ich unter anderem im Kofferraum steckte und nicht mehr auf anhieb raus kam... Richtig geblickt hat ab dem Zeitpunkt keiner mehr etwas. Da kamen so verbale Glanztaten wie „Ganz Ingolstadt trinkt Eichstätt!“ hervor!

Ziemlich verpeilt ging es wieder rein! An der Bierzapfstelle war dann ein lustiger blauer Vogel der seinen Becher verloren hatte. Aber wenn er sein Pfandmärkle wiederfindet bekommt er ein neues, ohne nochmals Pfand zahlen zu müssen. Nach vielem Suchen fand er es dann auch und verdeutlichte dies mit den Worten: „Yeeeeeaaaaah, da ischts! Ich krieg mein Bier! Yeah!“. Wie viel Freude ein Bier doch machen kann!
In der Zwischenzeit plagte uns der Hunger und so ging es zu Pommes, Fleischkäsweckle, Würsten und Bier! Fit und gestärkt konnte der Headliner kommen. Karamelo Santo hieß er und spielt eine Mischung aus Ska, Reggea und ging tierisch ab. In unserem Suff waren wir schnell manipulierbar und ließen unser unbeanspruchtes Tanzbein schwingen! Die langsamen Stücke wurden für eine dezente Pause genutzt, um den Nikotinstand auf Vordermann zu bringen. Aber zu dem Zeitpunkt war wohl alles auf einem Höchststand, denn auch schon ein leichtes Drehen hatte sein Dasein gefristet. Trotzdem, war eine sehr geile Band, die wir zwar zu keinem Moment verstanden (keiner kann spanisch), aber es ging tierisch ab! Wir mussten uns sogar alle auf den Boden setzen, um die Erde zu spüren und ihre Kraft, die von ihr ausgeht. Oh ja, die Kraft spürte man. Die Erdanziehungskraft, denn die Knie können ziemlich beansprucht werden, wenn man einen sitzen hat!

Nach den sehr geilen Karamelo Santo war es dann halb 3 (?!) und es hieß heim laufen! Spitzen Sache! Ohne Witz! Um unterwegs etwas zum trinken zu haben ging es noch mal an den Bierstand, aber diesmal musste Limo her. Das bekam nur einer nicht mit, der holte sich Bier! Am Auto vorbei, das voller Bänder war, ging es dann los ins Tal. Einen Hügel runter, der extrem steil war, und mehreren witzigen Liedern, die ich aber nur alleine singen durfte! Meine Füße taten zu dem Zeitpunkt schon ziemlich weh, um so besser gingen es ihnen, als wir dann endlich eine Pause gemacht haben. An einer sehr schönen Stelle an der Altmühl. Vor uns eine große Wiese, das Schloss auf dem Hügel und dem frühmorgendlichen Gezwitscher der Vögel. Sehr schön! Der Himmel wurde auch schon heller, also nur noch ein hellschwarz! Sehr geile Atmosphäre! Ich hätte da noch Stunden sitzen bleiben können!
Aber wir waren alle müde und mussten weiter. Entlang der Altmühl, im Morgengrauen, mit lauten Fröschen, die direkt vor einem Studentenwohnheim ein ziemlich lautes Konzert ablieferten! Auch ziemlich cool! Zu unserem Glück trafen wir auch noch eine Schwanfamilie, die am Flussufer schlief. Mit 2 oder 3 Küken! Mein Kumpel fand sie sehr faszinierend. Faszinierender fand ich den riesigen Tretbotschwan, mit dem man auf der Altmühl fahren kann! Nachts wenn alles ruhig ist, wirkt Eichstätt an sich auch sehr nett. Die kleinen Gässchen, die Läden, die alle ihre Lichter angelassen haben, und weit und breit kein Auto! Als wir dann auf dem halben Weg einen unserer Kumpel ablieferten besorgten wir uns noch ein Poster, dass am Wegesrand herum lag und traten unseren letzten Teil des Weges an!
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Das war der längste Teil, denn mittlerweile hatte ich eine Blase und war sehr müde! Einige Pausen waren nötig sonst hätte das nicht geklappt! Wenigstens hatten wir ständig Gesellschaft. In Form von irgendwelchen Raupen, die in den Büschen hingen. Aber wirklich in jedem Busch!
Wenn die Sonne noch nicht komplett aufgegangen ist hat alles ein richtig tolles Licht. Sehr sanft und alles wirkt sehr harmonisch! Mit dem leichten Nebel über den Feldern, hatte der schwere Heimmarsch auch eine gute Seite! Das sieht man sehr selten! Muss man erleben!
Eine Höhle entdeckten wir auch! Zwar war diese nur maximal 3 Meter tief, aber immerhin. Daheim angekommen hieß es erst mal die Toilette zu besetzen um anschließend die extrem vielen Photos zu begutachten. Dann ging es aber auch ins Bett! Tag 1 war am Ende und bis dahin schon ein voller Erfolg! Richtig geil kann man sagen...bis auf den Marsch, der meine Füße schädigte!

Tag 2:

Um 14 Uhr hieß es wieder raus aus dem Bett! So arg fertig waren wir gar nicht mal. Jetzt hieß es alles für’s Grillen vorzubereiten! Das wir schon fit im Kopf waren merkte man daran, dass wir zwei Stunden brauchten, bis wir uns einen Grill gekauft haben. An der Altmühl fand sich ein guter Platz gleich neben ein paar zeltenden Auswärtigen, die ihre Kinder gefährlich nah an meinen Kumpel ließen, der mit dem Gedanken spielte, gerade diese mit einem Quersprung in’s Wasser zu schmeißen.
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In’s Wasser flog aber stattdessen unsere Kohle. Eine kleine Entdeckung machten wir auch, denn die Hamburgersoße, die sehr gut schmeckte, hielt zum ersten mal Einzug auf unseren Speiseplan! Von der Kräuterbutter wurde mir stattdessen schlecht. Danach kam die schnelle Männerreinigung: Duschen, Kacken, Rasieren!
Und los ging’s zum nächsten Abschnitt des Wochenendes! Oben angekommen wurde schnell ein Bier getrunken und schon ging es rein. Drinnen gab’s nochmals Bier und ein Pflaster der Maltester für meine schmerzende Blase am Fuß! Einer meiner Kumpels fand an diesem Abend einen neuen Freund für’s Leben, der überhaupt nichts mehr raffte und nur zwei Sachen von sich gab: „Bestätigen! Nach vorne!“.
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(links der neue Kumpel)

Die erste Band die wir mitbekamen waren irgendeine Reggae-Formation mit Namen Martin Jondo, die ganz in Ordnung war! Nach 4 Songs waren sie aber auch schon um! Danach kam dann Culcha Candela, die netten Dancehall boten. Nicht so nett war das Gepoge, das irgendwie gar nicht passte! Wir brauchten noch mehr Bier und das Problem war schnell erledigt!
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Eskorzo war das Highlight dieses Abends, die eine wilde Mischung aus Rock, Ska, Reggae vorbrachten! Hiher hieß es wieder im besoffenen Zustand den Fuß zu schwingen. Mit einer Blase am Fuß rockt das ziemlich!!! Zwischendurch hieß es die Natur zu bewässern und dank einem Kumpel hab ich nun den Titel Klomännle! Anscheinend kann ich diesen genau berechneten Bogen nachempfinden! Also wenn das kein toller Titel ist! Als wir zurück kamen wir nicht mehr soviel los, aber Bier machte das wieder wett.
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Es wurde noch viel gegessen. Leider waren die Leberkässemmeln aus!
Nach der Band hieß es wieder den Heimweg antreten und diesmal sollte es die Hölle werden! Meine Idee war besonders toll! Eine Abkürzung quer über ein Feld. Naja, zuerst ging es am Feldrand entlang. Es gab einen Weg, der aber im Wald endete. Dort gingen wir 10 Meter hinein um dann fest zustellen, dass wahre Männer nachts im Wald nichts zu suchen haben. Also zurück auf’s Feld und dort begann die große Schwuchtelei.

Aus irgendwelchen, uns nicht mehr bekannten Gründen begannen wir uns Margaritten in die Haare zu stecken! Blumenkind lässt grüßen!

Alle machten mit, bis auf einer, der war noch zu nüchtern!

Nach mehreren gewaltverherrlichenden Attacken mit Stroh auf meine Haare ging es dann aus dem Feld hinaus um dann auf der Kuppe in den Abgrund des Todes eine Pause zu machen. Wir durch einen Schutzengel geleitet hielt einer der Mitorganisatoren des Festivals an, m uns den fiesen Berg runter zu fahren! Unten angekommen, merkte einer meiner Kumpels, dass wir noch die verdammten Blumen im Haar hatten! Immerhin hatten wir den Berg gespart! Weiter ging’s und wieder musste ein Bier dran glauben.
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Wir gingen wieder den selben Weg und machten viele Pausen die mit Bier angestoßen wurden! Die Schwäne traten auch wieder in Erscheinung und wieder wurde mein Kumpel in den Bann der fedrigen Tiere gezogen! Diesmal war auch der Riesenschwan woanders, aber das hatte keine Bedeutung für unseren Weg, auf dem wir noch ein Motorrad schändeten! Übrigens ließen wir hinter uns die Dunkelheit, im wahrsten Sinne des Wortes! Obwohl es wieder hell wurde! Einer meiner Kumpels bewies durch einen extrem schmerzhaft klingenden und riechenden Gasdruck, dass er ein echter Mann ist! Das ist erwähnenswert, denn nun ist er im Kreis der lautstarken Männer aufgenommen. Der Gewinn seiner Männlichkeit, oder so...
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(Gewann endlich seine Männlichkeit)

Naja, wir mussten weiter. Der Weg führte uns an einem klebrigen Boden vorbei, noch etwas Bier, um dann schließlich wieder einen unserer Kumpels zu verlieren!
Nun waren wir nur noch zu zweit, und der Weg war noch sehr lang. Von Laufen kann gar nicht mehr die Rede gewesen sein, denn mein Gang wurde eher ein Humpeln. Blase sei Dank!

Viele Autos fuhren an uns vorbei, auch ein paar Polen, die es aber alle nicht für nötig hielten uns mitzunehmen. Ich fragte meinen Kumpel woran dies wohl liegen mag. Er meinte, weil wir wohl nicht seriös genug aussehen würden. Dann sah er mich an, und drehte wieder halb durch, als er die Blumen in meinem Haar entdeckte! Der Weg ging weiter, auch an einer Party vorbei, die vom VFB Eichstätt veranstaltet wurde. Wir sahen keine Notwendigkeit darin dort noch teilzunehmen. Es war schließlich schon wieder hell. Außerdem hatten wir genug Bier! Humpelnd ging es weiter. Vorbei an unseren Hasen, den Raupen und vielen Pausen um dann in einer Bushaltestelle meines Dorfes noch einmal Kraft zu tanken. Es stand der letzte Berg vor uns. Wir bekamen noch einmal Besuch von besoffenen Einheimischen, die mich wahrscheinlich nicht für voll nahmen (Blumen im Haar?). Sie kamen von der VFB Party und einer ihrer Kumpels hatte wohl richtig einen sitzen, denn er lief zurück nach Eichstätt. Das Finale stand noch an und das letzte Bier wurde auch geleert. Auf dem Weg empfand mein Kumpel noch schnell eine kleine Feinseeligkeit gegenüber einer Fahne um daraufhin gegen 6 Uhr in der früh meine Wohnung zu betreten. Spätestens jetzt waren wir tot! Meine Füße wollten zumindest sterben und so ging es ins Bett! Um 9 weckte mich dann sanft eine Wespe! Das hieß dann noch mal Spaß, denn im Halbschlaf lässt sich so ein putziges Tier alles andere als leicht vertreiben... Um 14 Uhr stand dann mein Kumpel bei mir im Zimmer, um meinen Kater einzuleiten, der den ganzen restlichen Tag anhielt!
Dieser Marsch zollte so manchen Tribut: Wir brauchten fast doppelt so lang wie am Vortag, tranken von 21 Uhr bis 6 Uhr in der früh Bier um unseren Alkoholspiegel aufrecht zu erhalten. Die Genitalien froren uns ein und es gab Bier mit dem Namen „Spaten“!
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(Wir hatten unseren Spaß….ganz ehrlich!!!)

Alles in allem war es ein extrem geiles Wochenende! Das beste was wir seit sehr langer Zeit erlebt haben, aber eines steht fest: das nächste Mal wird gezeltet!



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